Einer der wichtigsten Nährstoffe im Kohl ist Vitamin K. Dieses Vitamin spielt eine Rolle bei der normalen Blutgerinnung, was für die meisten Menschen von Vorteil ist. Für Menschen, die blutverdünnende Medikamente wie Warfarin einnehmen, ist jedoch eine regelmäßige Vitamin-K-Zufuhr notwendig.
Große oder unregelmäßige Mengen an Vitamin-K-reichen Lebensmitteln, einschließlich Kohl, können die Aufgabe von medizinischem Fachpersonal bei der effektiven Überwachung der Medikamentenspiegel erschweren.
Empfehlungen der Ärzte:
Es ist nicht nötig, Kohl komplett vom Speiseplan zu streichen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Wenn Sie gerne Kohl essen, sollten Sie von Woche zu Woche ähnliche Portionen zu sich nehmen, anstatt an einem Tag große Mengen und am nächsten Tag gar keinen zu essen. So kann Ihr Arzt Ihre Behandlung gegebenenfalls anpassen.
Eine einfache Ernährung ist oft wirksamer als der vollständige Verzicht auf gesunde Lebensmittel.
2. Personen mit einer Vorgeschichte von Nierensteinen
Kohl enthält natürliche Verbindungen, sogenannte Oxalate. Bei manchen Menschen können sich Oxalate im Körper mit Kalzium verbinden und zur Bildung von Nierensteinen, einschließlich Kalziumoxalatsteinen, beitragen.
Nicht jeder, der Oxalate konsumiert, entwickelt Nierensteine, aber Personen mit einer Vorgeschichte von wiederkehrenden Nierensteinen wird oft zu Vorsicht geraten.
Hilfreiche Tipps:
Kohl sollte man in Maßen und nicht täglich verzehren. Ebenso wichtig ist es, den ganzen Tag über ausreichend zu trinken, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die Substanzen im Urin verdünnt. Durch Kochen lässt sich der Oxalsäuregehalt von Kohl leicht reduzieren und er wird dadurch bekömmlicher.
Durch die Kombination von Kohl mit anderen oxalatarmen Gemüsesorten können Sie Ihre Ernährung abwechslungsreich gestalten, ohne sich von einem einzigen Lebensmittel übermäßig zu verzehren.
3. Menschen, die an Schilddrüsenerkrankungen leiden.
Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), zu der auch Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl zählen. Diese Gemüsesorten enthalten natürliche Verbindungen, sogenannte Goitrogene. In großen Mengen, insbesondere roh verzehrt, können Goitrogene die Jodaufnahme beeinträchtigen.
Für Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder die Schilddrüsenmedikamente einnehmen, ist diese Wechselwirkung wichtig zu beachten, obwohl dies nicht bedeutet, dass Kohl gänzlich vermieden werden sollte.
Ärztlich empfohlener Rat:
Gründliches Garen von Kohl reduziert dessen goitrogene Wirkung deutlich. Dämpfen, Kochen oder Anbraten macht Kohl bekömmlicher und schonender für die Schilddrüse. Vermeiden Sie den täglichen Verzehr großer Mengen rohen Kohls und achten Sie darauf, ihn nicht zeitnah zur Einnahme Ihrer Schilddrüsenmedikamente zu essen.
Die richtige zeitliche Abstimmung von Mahlzeiten und Medikamenten kann den entscheidenden Unterschied ausmachen.
4. Menschen, die unter empfindlicher Verdauung oder Reizdarmsyndrom (RDS) leiden
Kohl gilt als FODMAP-reiches Lebensmittel. FODMAPs sind Kohlenhydrate, die im Verdauungssystem gären und bei empfindlichen Personen Blähungen und Unwohlsein verursachen können.
Ältere Menschen, die unter Blähungen, häufigen Blähungen oder Symptomen eines Reizdarmsyndroms leiden, stellen möglicherweise fest, dass Kohl diese Probleme verschlimmert, insbesondere wenn er roh oder eingelegt verzehrt wird.
Tipps für einen entspannteren Kohlgenuss:
Kleinere Portionen werden oft besser vertragen. Gründliches Kochen von Kohl hilft, die blähenden Ballaststoffe aufzuspalten. Vermeiden Sie rohen Kohlsalat oder fermentierten Kohl, wenn diese Beschwerden auslösen. Die Kombination von Kohl mit verdauungsfördernden Mitteln wie Ingwer oder Knoblauch kann ebenfalls hilfreich sein.
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