Evelina stand regungslos da, ohne zu blinzeln. Richter Anton Grimms' Augen verrieten Erstaunen, aber auch etwas, das niemand sonst deuten konnte: Respekt, vielleicht alte Furcht, vielleicht so etwas wie Dankbarkeit. Einen Moment lang herrschte Stille im Gerichtssaal, und Mark, der es gewohnt war, dass die Welt immer nach seiner Pfeife tanzte, rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her.
„Bitte setzen Sie sich, Frau Berg“, sagte Grimms schließlich mit aufmerksamer Stimme, die der Ernsthaftigkeit der Situation gerecht wurde. „Mit Ihnen anderen werden wir fortfahren.“
Evelina saß ruhig und tadellos da, als wäre sie hier kein Opfer, sondern jemand, der jeden Winkel dieser Welt seit Jahren kannte. Jemand, der sie einst gewesen war – bevor Mark ihr Leben zerstört hatte.
Marks Anwalt stand schnell und selbstsicher auf.
„Euer Ehren, wir verfügen über eindeutige Beweise dafür, dass das Grundstück rechtmäßig meinem Mandanten und seiner Familie gehört. Frau Berg hat in keiner Weise dazu beigetragen –“
„Einspruch!“, unterbrach Evelina mit kalter, klarer Stimme.
Der Anwalt blickte sie ungläubig an.
— Sie sind kein Anwalt, also —
„Das ist sie“, warf der Richter ein. „Sie war die Kapitänin des Justizsystems. Ich kenne sie sehr gut. Bitte fahren Sie fort, Frau Berg.“
Mark schluckte schwer. Helen sah aus, als würde ihr der Boden unter den Füßen weggezogen.
Evelina holte einen dicken Ordner aus ihrer Tasche und legte ihn vorsichtig, aber bestimmt auf den Tisch vor sich.
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