„Diese Akte enthält alle illegalen Überweisungen meines Mannes. Jedes Dokument mit meinem Namen darauf ist eine Fälschung – und ich kann es auf dreierlei Weise beweisen. Hier sind die Originale. Und hier: Kontoauszüge der Offshore-Konten, auf denen die Gelder versteckt waren. Ich habe auch Aufnahmen – legale –, in denen Mark und Helen offen zugeben, gegen mich gearbeitet zu haben.“
Ein Raunen ging durch den Gerichtssaal. Marks Anwalt erbleichte, Helen stieß einen erstickten Laut aus, und Mark verlor zum ersten Mal die Fassung.
„Das ist alles eine Lüge!“, schrie er. „Sie kann solche Beweise nicht haben!“
„Wir werden sie dem Gericht übergeben“, sagte Evelina und öffnete den Ordner.
Der Richter blätterte schweigend durch die Dokumente. Zu lang, zu schwerfällig, als dass sich irgendjemand darin wohlfühlen könnte.
„Diese Materialien… sind authentisch“, sagte er schließlich.
Mark wurde kreidebleich.
Helen platzte heraus:
„Das ist nicht fair! Sie hat das eingefädelt! Sie hat alle verführt, sogar Sie, Richter!“
Der ganze Raum war gleichzeitig empört.
Grimms schlug mit einem Hammer auf den Schreibtisch.
„Noch ein Wort, und ich lasse Sie hinausbegleiten. Ich bin nicht hier, um mir Wahnvorstellungen anzuhören.“
Evelina saß regungslos da und starrte die Menschen an, die ihre Würde jahrelang mit Füßen getreten hatten. Ihre Ruhe war eisig – und stärker als all ihre Bosheit.
Mark versuchte einen letzten verzweifelten Verteidigungsversuch:
„Sie will alles! Das Haus, das Geld, die Firma! Es ist Rache!“